Wirkung OPC - Darmkrebs

Darmkrebs ist laut Wikipedia die zweithäufigste Krebsform, an der die deutschen Männer und Frauen erkranken. Dabei ist die Zahl derer, die an Darmkrebs erkranken mit 6% Bundesweit relativ hoch. Zumeist entsteht Darmkrebs aus anfänglich gutartigen Polypen, die im Laufe der Zeit „entarten“ können.

Weil die Zahl der Darmkrebs-Erkrankungen vor allem im gehobenen Alter recht hoch ist, zahlen die Krankenkassen ab dem 55. Lebensjahr eine Darmspiegelung im Rahmen einer sogenannten Vorsorge-Koloskopie (einmal alle 10 Jahre). Liegen jedoch „Verdachtsmomente“ für eine solche Erkrankung vor oder eben Symptome, die keine klare Diagnose zulassen (extreme Durchfälle, anhaltende Verdauungsprobleme, Schmerzen, Blut im Stuhl usw), kann der Arzt eine Koloskopie anordnen, bei der natürlich auch immer nachgesehen wird, ob Anzeichen für Darmkrebs vorliegen. So muss man nicht bis zum 55. Lebensjahr oder auf den 10-Jahres-Turnus warten.

Laut dem Berufsverband Deutscher Internisten eV entwickelt sich Darmkrebs meist ohne erkennbare Ursache. Es gibt jedoch dem BDI eV zufolge zwei Hauptrisikofaktoren.

Darmkrebs und seine beiden Hauptrisikofaktoren:

• Erbliche Faktoren erhöhen das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken.
• Ein ungesunder Lebensstil erhöht das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken.


Da stellt sich die Frage – wer im blutverwandtschaftlichen Umfeld ist bisher an Darmkrebs erkrankt und wie gestalte ich meinen Lebensstil?

Ich empfehle eindringlich, die Vorsorge-Koloskopie in Anspruch zu nehmen, wenn Risikofaktoren für Darmkrebs vorhanden sind.

Wenn man bedenkt, dass ein ungesunder Lebensstil einer der beiden Hauptrisikofaktoren für Darmkrebs darstellt, sollte alles daran gesetzt werden, die ungesunden Aspekte des eigenen Lebensstils genau zu betrachten und diese so weit wie möglich durch gesundheitsförderliche Maßnahmen zu ersetzen. Das wäre jedenfalls logisch.

In diesem Zusammenhang ist es nahezu eine Sensation, was ein koreanisches Forschungsteam von der Hanseo University / Seosan in Südkorea schon im Jahr 2005 zum Thema Darmkrebs veröffentlichte.

Das Forscherteam um Dr. Youn-Jung Kim experimentierte mit einer Darmkrebs – Zell-Linie mit dem Namen SNU-C4, die im Laufe des Versuchs mit OPC versetzt wurde. Dabei stellten die Forscher fest, dass OPC eine sogenannte apoptotische Wirkung auf diese colorektalen SNU-C4-Zellinien hat. Das bedeutet, dass OPC bei Darmkrebs in der Lage ist, ganz zielgerichtet bei diesen entarteten Zellen einen Mechanismus auszulösen, der auch als programmierter Zelltod bezeichnet wird. Dieser Mechanismus wird im (gesunden) Normalfall immer dann ausgelöst, wenn eine Zelle / Zellverbund entartet. Bei Krebs ist dieser Mechanismus gestört und die Zellen beginnen zu wuchern. Durch OPC wurde also im Versuch diese entartete Zell-Linie dazu veranlasst, kontrolliert zu zerfallen.

Es ist nur schwer zu verstehen, dass im Hinblick auf diese sensationelle Wirkung von OPC – der Apoptose – noch relativ wenig geforscht wird. Es liegen zwar einige Studien zur Wirkung von Flavonoiden beim Kampf gegen Krebs vor, aber wenn doch ein OPC in der Lage ist, Krebszellen zum Absterben zu bringen, sollte doch gerade an dieser Stelle massiv geforscht werden.

Ich empfehle grundsätzlich mit OPC vorzubeugen, wenn man zu den Darmkrebs-Risikogruppen gehört, indem man täglich 1-2 mg OPC / kg Körpergewicht zu sich nimmt. Persönlich bin ich kein Verfechter von hochdosierten Nährstoff-Gaben, aber eine so massive Erkrankung wie Darmkrebs bringt die Frage auf, ob man unter der Aufsicht und Anleitung eines Arztes mit der gezielten Gabe dieses Naturproduktes für eine bestimmte Zeit hohe Dosierungen argumentieren kann. Ich meine ja, weise allerdings darauf hin, dass während einer Chemo-/Bestrahlungstherapie eventuell auf OPC verzichtet werden sollte, weil OPC ja extrem antioxidativ wirkt und manche Krebs-Behandlungs-Formen gerade diese Oxidation als Mittel zur Bekämpfung des Krebs nutzen. DAHER SOLLTE BEI SCHON VORHANDENEM DARMKREBS DIE GABE VON OPC UNBEDINGT MIT DEM ARZT ABGESPROCHEN WERDEN.


Quellen:

Y.J. Kim / H. J. Park / S.H. Yoon / M. J. Kim / K.H. Leem / J.H. Chung / H.K. Kim: Anticancer effects of oligomeric proanthocyanidins on human colorectal cancer cell line, SNU-C4. in: World J. Gastroenterol. 11(30) (2005), 4674-4678

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Apoptose

Middleton E, Kandaswami C, Theoharides TC. The effects of plant flavonoids on mammalian cells: Implications for inflammation, heart disease, and cancer. Pharmacol Rev 2000; 52: 673-751

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